Freitag, 15.11.2019

Prophylaxe

Prophylaxe

Vorbeugen ist besser als bohren

Gesunde eigene Zähne sind ein Schatz, den zu bewahren sich lohnt. Wie lange wir uns daran erfreuen dürfen, haben wir weitgehend selbst in der Hand.

Mit gesunden, gut gepflegten Zähnen fühlt man sich wohl und sieht jugendlich attraktiv aus. So kommen sicheres Auftreten und eine positive Ausstrahlung wie von selbst.
Und dass damit jedes gute Essen zum Genuss wird, brauchen eigentlich nicht zu erwähnen. Kurz:
Gesunde Zähne sind ein großes Stück Lebensqualität.

Doch nicht allein deshalb sollten wir unsere Zähne ein Leben lang sorgfältig pflegen. Wir vermeiden damit auch Schmerzen und eine ganze Reihe von Folgeerkrankungen.

Gute Vorbeugung (Prophylaxe) findet in zwei Bereichen statt:
1. bei der häuslichen Zahnpflege
2. mit der Professionellen Zahnreinigung


Tipps zur perfekten Zahnpflege zu Hause

Unser Organismus ist genetisch noch auf das Leben vor Jahrtausenden eingestellt, als unsere Vorfahren weitgehend von Rohkost lebten und ihr Gebiss entsprechend stark beschäftigten und abnutzten. Heute leben wir viel länger. Also sollten wir ruhig etwas für ein ebenso langes Leben unserer Zähne tun.

Darum: Leiten Sie auch Ihre Kinder frühzeitig zur Mundhygiene an. Sie werden es Ihnen später einmal danken.

Kinder

Haupterreger fast aller Zahnerkrankungen sind Karies- und Parodontosebakterien. Sie finden besonders guten Halt auf Zahnbelägen wie Plaque und Zahnstein. Hier können sie sich gut vermehren und ihr Zerstörungswerk beginnen. Mit der täglichen Mundhygiene machen wir den Erregern die Vermehrung so schwer wie möglich, indem wir ihnen die Lebensgrundlage einfach wegputzen.

 

Reinigen Sie Ihre Zähne zweimal täglich, besonders gründlich am Abend.

Beseitigen Sie Speisereste nach jedem Essen, z.B. mit Zahnseide oder Interdental-Bürste, und spülen Sie anschließend den Mund. Drücken Sie dabei das Wasser mit Zunge und Lippen möglichst kräftig durch die Zahn-Zwischenräume.
Sie können dazu auch ein gutes Mundspül-Präparat nehmen, das gegen Mundgeruch wirkt, ohne die nützlichen Mikroben zu schädigen.

 

 

Zucker- oder säurehaltige Speisen und Getränke greifen den Zahnschmelz an. Nach ihrem Genuss sollten Sie nur spülen und mit dem Zähneputzen eine halbe Stunde warten. Denn so lange braucht Ihr Speichel zum Aufbau des natürlichen Säureschutzes.

 

Welche Zahnbürste ist die beste?

Es muss keine elektrische sein. Auch im „Handbetrieb“ können Sie Ihre Zähne perfekt pflegen – es dauert nur länger und erfordert mehr Sorgfalt. Verwenden Sie eine mittelharte Zahnbürste. Ganz wichtig ist die gründliche Reinigung der Zahn-Zwischenräume. Denn hier finden Erreger reichlich Verstecke, die die Zahnbürste allein nicht erreichen kann.Hierzu finden Sie im Handel immer mehr brauchbare Artikel wie Interdental-Bürsten in verschiedenen Größen, Zahnseide oder die praktischen Zahnseide-Sticks.

 

Richtig Zähneputzen

Bewegen Sie die Bürste unter mäßigem Druck immer in Richtung vom Zahnfleisch zum Zahn. Führen Sie die Bürste kreisförmig, um auch die Zwischenräume zu erreichen. Schauen Sie dabei einmal auf die Uhr. Um Ihre Zähne gut zu reinigen, brauchen Sie etwa fünf Minuten. Spülen Sie danach den Mund nur mäßig aus, damit die Wirkstoffe der Zahnpaste länger im Mund verbleiben. Unsere Prophylaxe-Kräfte beraten Sie dazu gern.

Auch wenn Sie ihre Zähne noch so sorgfältig putzen – manche Beläge bekommen Sie nicht weg, etwa zwischen den Zähnen, hinter den Zahnfleischsäumen oder weit hinten im Mund. So können Sie die Zahl der Erreger zwar klein halten, sie aber nicht aus allen Nischen entfernen. Das kann nur die Professionelle Zahnreinigung.


Professionelle Zahnreinigung (PZR) – was ist das genau?

Nicht jeder versteht unter diesem neuen Begriff das Gleiche: Manche Praxen betrachten schon den rein kosmetische Teil der Behandlung, die Reinigung der Frontzähne mit einem nach Salz und Zitrone schmeckenden Pulverstrahl als Professionelle Zahnreinigung.
Das Prophylaxe-Team der Zahnärzte Flonheim rückt nicht nur den unschönen Belägen im sichtbaren Bereich zu Leibe, sondern mit noch größerer Aufmerksamkeit den verborgenen, weit gefährlicheren Stellen, etwa hinter den Zahnfleischsäumen und an den Zahn-Innenseiten. Dafür haben sich Martina Marker, Leja Lehmann und Bettina Rahaus gründlich ausbilden und prüfen lassen.

Prophylaxeteam

Das Entfernen der Ablagerungen senkt das Risiko für Karies und Parodontitis.
Angenehmer Nebeneffekt: Die Zähne sehen danach ein wenig weißer aus als zuvor. Die Politur mit Fluoridpaste macht die Zähne schön glatt, schließt Mikrolöcher und erschwert Bakterien sich festzusetzen. Die Prozedur läuft weitgehend angenehm und schmerzfrei ab.

 Wie oft ist eine PZR notwendig?

Im Abstand von sechs Monaten ist die PZR eine ideale Ergänzung zum gründlichen Putzen. Leidet man an chronischer Zahnfleischentzündung, Diabetes, einer Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis, empfiehlt sich der Gang zur Zahnreinigung sogar alle drei bis vier Monate. Gleiches gilt für Träger von Implantaten oder umfangreichem Zahnersatz.

 

Wie läuft eine PZR ab?

Zuerst werden die Beläge auf den Zahnoberflächen, in den Zwischenräumen und in den Zahnfleischtaschen mit speziellen Instrumenten entfernt. Gerade diese Bereiche erreicht man bei der häuslichen Zahnpflege nur schwer. Verfärbungen durch Kaffee, Tee oder Zigarettenkondensat verschwinden nach dem Einsatz von Spezialinstrumenten, z.B. eines Pulverstrahlgeräts. Sind die harten Beläge entfernt, kommen die weichen Ablagerungen an die Reihe. Dazu werden verschiedene Handinstrumente, kleine Bürstchen und Zahnseide benutzt. Weil Bakterien sich zuerst an rauen Stellen und in Nischen festsetzen, folgt als Nächstes die Politur, um die Zähne zu glätten. Anschließend werden die gereinigten Zahnflächen mit einem Fluorid-Lack überzogen. Das schützt die Zahnoberflächen vor Säuren. Zum Schluss gibt die Spezialistin gute Ratschläge zur richtigen Zahnpflege daheim.