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Sonntag, 24.02.2019

Parodontologie

Parodontitis ist eine Zahnfleisch- und Zahnbetterkrankung. Hierbei handelt es sich um eine Infektion der Mundhöhle durch bestimmte aggressive Bakterien. Gelangen diese zwischen Zahn und Zahnfleisch, kommt es zu einer Entzündungsreaktion.

Parodontitis Symptome

Erste Anzeichen für erkranktes Zahnfleisch und einen entzündeten Zahnhalteapparat:

  • Dunkelrote Färbung
  • Blutung bei Berührung (nur bei Nichtrauchern)
  • Leichte Schwellung
  • Mundgeruch
  • Freiliegende/empfindliche Zahnhälse
Parodontitis

In der sich nun bildenden Zahnfleischtasche können die Bakterien sich ungehindert vermehren, da diese Tasche bei der täglichen Reinigung nicht zu erreichen ist. Nun kann es zum Abbau der Kieferknochen um die Zähne kommen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei häufig eine übersteigerte Reaktion Ihres Immunsystems.
Parodontitis manifestiert sich meist über einen Zeitraum von vielen Jahren und verursacht bei Patienten über 40 Jahren mehr Zahnverlust als Karies. Durch das langsame, nicht gleichmäßige Voranschreiten der Krankheit und das häufige Fehlen von Schmerzen wird sie vom Patienten häufig erst recht spät bemerkt.
Dabei ist Parodontitis durchaus ernst zu nehmen, denn sie kann Einfluss auf Ihren allgemeinen Gesundheitszustand haben und zu Herzerkrankungen, Schlaganfällen oder gar Frühgeburten beitragen.


 

Systematische Therapie:

Ziel der Parodontitis-Behandlung ist die möglichst restlose Beseitigung von Bakterienkolonien aus den Zahnfleischtaschen und das Abklingen der Entzündung, damit das Zahnfleisch wieder am Zahn anhaften kann. Mit der Entzündung des Zahnfleisches verschwindet auch die Schwellung. Es entsteht wieder gesundes Zahnfleisch.Die Parodontitis-Therapie ist gegliedert in Vorbehandlung, Hauptbehandlung und Nachsorge. Die Nachsorge ist ein unverzichtbarer Bestandteil, um das gute Behandlungsergebnis auf Dauer zu erhalten.

Hinweis:

In diesem Zusammenhang empfehlen wir eine Analyse der Mund- und Zahngesundheit Ihres Lebenspartners, um den Erfolg Ihrer Behandlung nicht zu gefährden (Reinfektionsrisiko).

Vorbehandlung (2 Sitzungen):

Zuerst werden alle Zahnbeläge, die nahe dem Zahnfleisch angesiedelt sind, manuell und maschinell gründlich entfernt.
Zur Planung der Behandlung werden Röntgenbilder Ihrer Zähne aufgenommen. Das Prophylaxeteam informiert Sie über geeignete Putz- und Pflegemethoden. Die empfohlenen Methoden und Hilfsmittel zur täglichen Mundhygiene sollten regelmäßig eingesetzt werden, um nach erfolgreicher Behandlung eine erneute bakterielle Besiedelung der Wurzeloberfläche zu verhindern.

Behandlung (1 bis 2 Sitzungen):

Mit speziellen Instrumenten werden die in der Tiefe angesammelten Bakterienkolonien und

deren harte Auflagerungen, so genannte Konkremente, von der Wurzeloberfläche entfernt. Dies geschieht unter anderem mit Ultraschall-Technik, medizinischen Spüllösungen und kleinen Handinstrumenten. Noch effektiver und schonender ist die Behandlung mit dem zahnärztlichen Laser. Dabei werden die Bakterien und Konkremente in der Tiefe der Zahnfleischtaschen gezielt mit kleinen Laserlichtimpulsen verdampft, bis die Zahnfleischtasche steril ist. Auch Bakterien, die bereits ins Gewebe eingewandert sind, werden eliminiert. Eventuelle Blutungen werden dabei sofort gestillt. Die Wundheilung wird verbessert und teilweise beschleunigt, eine zukünftige Reinfektion des Zahnhalteapparats wird erschwert.

Nachsorge:

Den in Zusammenarbeit zwischen Patient und Zahnarztpraxis erreichten Zahnfleischzustand gilt es zu erhalten. Denn die Gefahr der Wiederinfektion durch die im Mund überall vorhandenen Bakterien bleibt bestehen, besonders bei Patienten, deren Immunabwehr übermäßig auf die aggressiven Bakterien reagiert. Konsequente Nachsorge einer behandelten Zahnbetterkrankung, zunächst im Vierteljahresintervall, ist unabdingbar und der beste Schutz vor einer Neuerkrankung.

Anmerkung:

Die nun gesäuberten Zahnhälse können vorübergehend eine Kalt-Warm-Empfindlichkeit sowie eine Aufbissempfindlichkeit aufweisen. Nach dem Abschwellen des Zahnfleischs können die Zähne länger aussehen. Dies ist kein Grund zur Sorge.